Dass dies, in den nächsten Tagen, genau das sein würde, was ich tun werde wurde mir erst klar, als ich mich auf den Weg machte, meine Freundin Lissy vom Flughafen abzuholen.
Am Tag ihrer Ankunft sollte mich ein Van um 11 Uhr abholen, mit der Uhrzeit hatte das nicht so geklappt,ich kam aber trotzdem frühzeitig am Flughafen an. Meine Hände zitterten...hoffentlich sitzt sie im Flieger...Zwar hatte dieser eine dreiviertel Stunde Verspätung, aber es ist alles gut gegangen und wir konnten uns überglücklich in die Arme fallen.
Den Van für dir Rückfahrt erreichte ich nur über viele Umwege, aber es ging tatsächlich alles glatt und wir kamen um Mitternacht endlich in Cáceres an. Auf der Fahrt wurde mir klar, dass ich in den nächsten zwei Tagen Lissy mein Leben zeigen würde, denn genau das ist es für mich mittlerweile geworden, keine Reise mehr, sondern ein Zuhause, zwar nur für ein Jahr, aber trotzdem mein Alltag und meine Arbeit.
Am nächsten Morgen lernte Lissy dann endlich meine Gastfamilie kennen, die sie wie erwartet herzlich aufgenommen hat. Dieser Morgen war gleichzeitig der Geburtstag meiner Gastmutter und Manu, meine Gastmama hat sich wahnsinnig darüber gefreut, dass ich ihren Geburtstag nicht vergessen hatte und hat gleich angefangen, den Stoff, den ich ihr geschenkt hatte zu einem Kleid für Silvester zu verarbeiten. Auch Manu hat sich sehr über ein T-Shirt und Gummibärchen gefreut. Nach dem Mittagessen und einem meiner beliebten Schokokuchen fuhren Vera, Lissy und ich zum Projekt, um Lissy unseren Arbeitsplatz zu zeigen. Es gibt ja ziemlich viele Bilder vom Projekt, aber wenn man tatsächlich da ist, ist es noch einmal ein bisschen anders. Danach zeigten wir ihr das Zentrum, in Cáceres gibt es leider nicht allzu viel zu sehen, aber ich denke es war trotzdem interessant mein Leben kennenzulernen.
Abends schabten wir für ein paar Freunde Kässpätzle.
Am Sonntagvormittag machten wir uns mit dem Fahrrad auf den Weg zum Wasserfall Periputanga. Für mich war es erstaunlich zu sehen, wie sich die Natur in den vier Monaten, in denen ich hier nicht vorbeikam, veränderte, von braun, staubig und trocken zu einer strahlend grün bewachsenen Landschaft. Mich hat es auch gefreut, dass ich so viele Früchte und Pflanzen kannte und Lissy oft erklären konnte, wie man was benutzt.
Es hat mich auch glücklich gemacht, dass ich mal wieder Zeit mit Manu verbringen konnte, die ich in letzter Zeit wirklich kaum gesehen habe, obwohl wir im selben Haus wohnen.
Am Wasserfall hatten wir viel Spaß beim Baden und Wassermelone essen.
Auf Wunsch fuhren wir dann schon in der Mittagshitze nach Cáceres zurück. Für Abends verabredeten wir uns zum Açai (eine Frucht aus dem Amazonas) essen. Vera hat mir zum Abschied einen Schokonikolaus geschenkt, den sie mir eigentlich an Nikolaus schon in einen Schuh stecken wollte, süß oder? Ich habe mich wirklich wahnsinnig gefreut, danke noch einmal!
So ging mein letzter Tag in Cáceres vor der Reise zu Ende...
Beijo Lise
weltbaer am 05. Februar 16
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