Bolivienreise Teil 1
Hier ein paar Eindrücke meiner Bolivienreise für euch, ich habe mir überlegt, weniger Text und mehr Bilder dieses Mal.

In der Nacht nach meinem 19. Geburtstag (Freitag der 13.!) ging es endlich los auf unsere erste Reise, ohne Plan, ohne Sprach- oder sonstige Landeskenntnisse. Unser Ziel: Die Salzwüste Boliviens.

Wir nahmen den frühstmöglichsten Bus nach Bolivien, hat auch super geklappt, nur dann -Pustekuchen- die Bolivianer haben die Uhr nicht auf Sommerzeit umgestellt, also durften wir eine ganze Weile warten, bis das Migrationsbüro aufmachte und die Busse fuhren, somit gab es ein Frühstück am Straßenrand.



Endlich in unserem Bus in die 18 Stunden entfernte Stadt Santa Cruz trafen wir den Cácerensen Gualter, mit ihm sprachen wir viel über Bolivien, Brasilien und was uns sonst noch so einfiel. Erst spendierte er uns ein Abendessen und dann beim Abschied drückte er jedem von uns 100 Dollar und zusätzlich noch einmal 100 Bolivianos in die Hand. Krass oder? Wir kannten den Mann gerade ein paar Stunden. Ich glaube das war wirklich ein Zeichen, so viel Herz! Ich glaube wir haben auch ein bisschen Vatergefühle bei ihm geweckt, zwei kleine deutsche Mädels auf dem Weg ins Unbekannte.



Am Flughafen buchten wir nach langem Warten und Suchen einen Flug von Santa Cruz nach Cochabamba und in letzter Sekunde bekamen wir dann schnell noch einen Flug von Cochabama nach Sucre, der Hauptstadt Boliviens. Viele denken, La Paz sei die Hauptstadt Boliviens, das ist aber ein Irrtum, die Regierung sitzt zwar in La Paz, die Hauptstadt ist dennoch Sucre.



Am Flughafen drückte uns gleich jemand einen Flyer eines Hostels in die Hand, dass wir dann auch gleich ansteuerten.
Na, wer sieht den Fehler in dem Taxi, das uns zum Hostel gefahren hat?
So sehen fast alle Taxen hier aus.



Den Tag verbrachten wir in der Stadt, auf dem Markt und in einem Museum, abends schauten wir uns eine traditionelle Ausdruckstanzshow an.



An diesem Samstag erfuhren wir erst von dem schrecklichen Attentat in Paris, was unseren Abend erheblich stauchte, dazu kam noch die Nachricht von dem Autounfall eines Projektkindes, das zu diesem Zeitpunkt im Koma lag. (Heute ist er auf dem Weg der Besserung, nicht mehr im Koma, wird aber noch künstlich ernährt..und man darf ihn noch immer nicht besuchen). Der Tiefpunkt des Tages war aber der überfahrene Mann vor unserem Hostel. Ein schlechteres Tagesende kann man sich kaum vorstellen.

Die ganzen Geschehnisse hinter uns lassend ging es am nächsten Tag auf einen Markt.



Mittags ging es dann weiter nach Potosi und von dort aus zu unserem Zielort Uyuni.
Dort wurden wir wieder gleich von jemandem belabert der uns dieses Mal eine Tour durch die Wüste und ein Hostel für die Nacht anbot. Wir waren erschöpft von der Fahrt und es war spät, also gingen wir trotz meines schlechten Gefühles mit der Frau und schliefen mehr oder weniger gut in einem annehmbaren Hostel.

Uyuni:



Am nächsten Morgen holte uns die gleiche Frau früh ab, dass wir auch ja nicht eine andere Company nach Touren fragen können. Ich fand sie hat uns schon ganz schön gedrängt und ich hatte auch wirklich kein gutes Gefühl, ich kann es nicht leiden wenn man gleich so aufdringlich wird. Als wir sagten wir wollen erst etwas essen und vielleicht noch ein bisschen vergleichen, war die Tour gleich nochmal 100 Bolivianos billiger.
Also ging es dann doch los mit Sandra Tours, die versprochenen Deutschen waren Französisch sprechende Schweizer, die ihnen versprochenen Britinnen waren wir, aber sonst gab es keine leeren Versprechungen. Die Gruppe bestand dann also aus zwei Peruanern, zwei Schweizer, ein Belgier und uns beiden, dazu kam noch ein sehr unmotivierter Guide..ich habs geahnt...

Der erste (sehr touristische) Stopp waren alte Eisenbahnwagons aus Frankreich, die benutzt wurden um das Silber an die Küste zu bringen.



Dann ging es endlich hinein in die Salzwüste, haben uns das alle etwas weißer vorgestellt, aber das ist wohl Tag und Standort abhängig. Die Salzwüste, die für ihre lustigen Schnappschüsse bekannt ist, hat eine Fläche von über 10500 km² und die Salzschicht ist bis zu ist bis zu 30 m dick.







Am Abend kamen wir in unserem ersten „Salzhotel“ an, dass am Fuße des Vulkans Tunupa (auf deutsch so etwas wie Postbote) tatsächlich aus Salz gebaut wurde. Hier gab es einen Haufen Lamas, ein bisschen wie dort stelle ich mir Irland vor...



Der zweite Tag der Tour begann mit dem Aufstieg auf den Vulkan und einer Mumienbesichtigung. In der Höhle saß eine ganze, konservierte getötete Familie, richtig interessant war es nicht, haben den Höhlenguide auch kaum verstanden, so ohne Zähne und auf Spanisch.



Danach ging es voll aufwärts, der Vulkan ist fast 5000m über dem Meeresspiegel hoch, wir waren ungefähr bei 4500m, das hat aber schon gereicht, es ist wirklich sehr, sehr anstrengend bei so dünner Luft einen Berg hoch zu wandern. Der Ausblick ist aber unvergesslich! Man steht auf einem grau-braun-grünen Berg und sieht auf eine weiße Fläche runter, ziemlich strange, normalerweise ist es doch andersherum oder? Man steht auf einem Berg voll Schnee und schaut auf einen blauen See oder ein grünes Tal oder so. Unglaublich.





Nach dem Mittagessen war der nächste Stopp eine Kakteeninsel in der Salzwüste. Nicht sehr spektakulär, aber war trotzdem ganz witzig da oben.



Die Tourgruppe wurde nach diesem Abstecher ein bisschen durchgetauscht, der Belgier und die Peruaner fuhren zurück nach Uyuni, dafür trat ein italienisches Paar bei. Und so ging es weiter, zum nächsten Salzhotel in dem wir dieses Mal in echten Salzbetten übernachteten.



Das war der erste Part unserer kleinen Reise durch Bolivien, leiden hat es sehr lange gedauert, die Bilder hoch zu laden, aber jetzt habe ich es endlich geschafft.
Ich hoffe euch gefallen die Eindrücke...Fortsetzung folgt...

Adios! Lise