Mittwoch, 26. August 2015
langes wochenende...
Unsere freien Tage begannen wir am Freitag mit einem deutschen Mittagessen.
Der Nudelauflauf sollte eigentlich für meine Gastfamilie und zusätzlich Veras Gastschwester sein, doch wie das in Brasilien so ist, läuft nichts nach Plan, so saßen Vera und ich nur mit Rafaela am Tisch. Meine Gastmutter verpasste das Essen, Bia hatte spontan doch zu viel zu tun und Manu lag mit Rückenschmerzen im Bett. Trotzdem war der Auflauf sehr lecker, dazu gab es Gemüse und eine viel zu scharfe Tomatensoße. Beim nächsten Mal einkaufen bin ich auf jeden Fall ein Stückchen klüger, lieber den hier sogenannten „Mozzarella“ kaufen, der schmeckt zwar auch nach nichts (und das von mir Mama ;)) aber der zerläuft wenigstens. Außerdem nie wieder Gemüse im großen Supermarkt kaufen, kleine Frutarias haben mehr und billigere Auswahl. Zum Nachtisch gab es Apfelküchle, die supergut ankamen, mit viel Zucker und Zimt waren sie sogar meiner Gastmutter süß genug, die sonst bei meinen Säften den fehlenden Zucker bemängelt.

Nudelauflauf kochen

Nach dem Zumba ging es mit Mateus und Lucas auf einen kleinen Markt, der Universität, dort trafen wir den Maler Sebastião Mendes wieder, der schon ein paar Mal mit dem Gonçalinho – Projekt zusammengearbeitet hat. Dieser hat uns gleich noch seinen Neffen vorgestellt, der auch professioneller Maler ist und uns gleich in sein Atelier eingeladen hat, um seine neusten Werke zu begutachten. Mir persönlich gefallen die Gemälde von Salvio Junior besser, für mich haben sie mehr Ausdruck und sind nicht so eintönig, wie die seines Onkels. (Falls Euch die Beiden interessieren, sind sie auch auf Facebook zu finden)
Gestern (Montag) ging es auf einen Ausflug zum Lago Azul (Blauer See), warum dieser See so heißt kann man von außen nicht sehen, doch wenn man unter Wasser die Augen öffnet weiß man schnell woher der See, der aus einem Fluss entstand, seinen Namen her hat. Dieses himmelblaue Strahlen konnte ich leider nicht für Euch einfangen, doch ich hoffe ihr könnt Euch vorstellen, wie schön es ist, in diesem See zu tauchen. Nach dem Churrasco und einer erneuten Baderunde haben wir uns wieder auf den Weg nach Cáceres gemacht, leider kommen die Busse in Brasilien nicht sehr pflichtbewusst, deshalb mussten wir fast zwei Stunden an der Straße auf den Bus warten, wir hatten aber trotz großer Müdigkeit sehr viel Spaß beim Warten.

wartenwartenwarten

Auf dem Weg nach Hause haben Vera und ich spontan beschlossen, früh am nächsten Morgen mit drei Kumpels angeln zu gehen. Es war ausgemacht, wir werden um 5 Uhr bei mir abgeholt, gekommen sind sie schließlich viertel vor 6. Merke: Einfach immer eine halbe Stunde später aufstehen, das reicht immer noch locker und wenn nicht, dann müssen die Anderen kurz warten, die rechnen ja wahrscheinlich schon damit. Nach einer abenteuerlichen Fahrt auf Staubstraßen mit unendlich vielen Schlaglöchern sind wir schließlich am Rio Paraguay irgendwo im nirgendwo angekommen. Nach mehreren Stunden langweiligen Wartens habe ich meinen ersten und einzigen Fisch gefangen und gleich ausgenommen.

Mein erster Fang

ausnehmen
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Legal kkk :D

Als die Jungs auch ein paar Fischchen zusammenhatten, wurden die Fische frittiert und wie kann es auch anders sein mit Reis gegessen. Seeeehr lecker!!
Der Tag war insgesamt für Vera und mich nicht sehr erfolgreich, aber als Angelneulinge sollte man glaube ich auch nicht zu viel erwarten. Trotzdem war der Tag großartig.

Jetzt freue ich mich auf die nächsten zwei Tage, an denen ich ganztags im Projekt sein werde.
Até mais! Lise